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7.9.2021 Axel Sylvester / Andreas Völker

Frei nach Asterix:
Wir befinden uns im Jahre 2020 n.Chr. Die ganze Albis wird von den Interessen reicher Pfeffersäcke aus dem nahen Hammonia beherrscht. Die ganze Albis? Nein! Der von unbeugsamen Seglern und Seglerinnen bevölkerte Hafen Borsfleth im Landkreis Lapis Castrum (Steinburg) hört nicht auf, gegen den Schlick, der ihnen in den Hafen gespült wird, zu kämpfen. Auch wenn sie ihren Widersachern in den befestigten Lagern Hammonia und Berolinum keinen ernsthaften Widerstand entgegenbringen können, sind sie doch pfiffig genug, ihre Ideen in die Praxis umzusetzen.

Doch lassen wir die Geschichte mit ihrem glücklichen Ende beginnen. Wie aus alten gallischen Geschichten bekannt, endete auch dieses Abenteuer mit einem Festmahl an den Ufern der Stör. Am letzten Sonnabend im Augustus A.D. 2021 feierten sie mit Freunden und Freundinnen, zahlreich vertreten waren auch die aus der Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne und dem Hamburger Segler-Verband, ihren Erfolg.

Anfangs erzählte Ludger Walterbusch, der 1. Vorsitzende der Sportschipper-Vereinigung Borsfleth (SSVB), die Geschichte vom Bau eines der ungewöhnlichsten Wasserfahrzeuge. Der Bürgermeister kam zu Wort, der Ingenieur Peter berichtete von der Konstruktion, Axel und Olaf wurden stellvertretend für alle anderen Beteiligten erwähnt, weil sie jedes Wochenende an ihrem Fahrzeug werkelten. Und nun, die Taufe. Claudia, eine der Taufpatinnen, hielt die Taufrede. Die Sektflasche, Marke St. Pauli Perle, zerschellte gleich beim ersten Mal – der „Schwan von Borsfleth“ war getauft! Ein anschließend vorgeführter Testlauf löste staunenden Respekt aus: So viel Power!
... und weiter mit Ludgers Geschichte:
In den letzten Jahrzehnten, verstärkt durch die Vertiefungen der Elbe verschlicken die Häfen an der Elbe mehr und mehr. Was alle, die auf der Elbe Wassersport betreiben, verärgert und letztendlich auch vertreibt, weil sie die Häfen nicht mehr anlaufen können.
Also hatte wurde schon einmal eine starke Pumpe besorgt und im Internet ein passender schwimmender Ponton entdeckt. Seine Vereinskameraden und Vereinskameradinnen vom SSVB konnte Ludger schlussendlich vom Bau eines Spülschiffes überzeugen und das Abenteuer nahm seinen Lauf. Im Winter wurde geplant, überlegt, gezeichnet und berechnet und danach gedengelt, geschweißt, gebohrt, gehämmert und gesägt. Nach 1200 Stunden war der „Schwan von Borsfleth“, ein „Wasserinjektionsbaggergerät“, geboren.

Schon in diesem Jahr konnte der „Schwan“ auf den allerletzten Drücker mehr Sediment in die Elbe zurückspülen als die Borsflether es sich selbst erhofft hatten. Das war allerdings erst der Anfang.
Wie geht es weiter? Den Zustand, den die Wassersportler einst kannten, konnte natürlich noch nicht wiederhergestellt werden, zu groß war der Sedimenteintrag in den letzten Jahren. Das Ziel für Borsfleth ist eine Wassertiefe bei Niedrigwasser von ca. 1,20 m bis 1,50 m. Dies im ganzen Hafen zu erreichen, ist vermutlich nicht in einem Winter zu schaffen. Über die zukünftigen Spülergebnisse freuen sich mit dem SSVB auch alle Elbsegler und Elbseglerinnen und wünschen viel Erfolg.

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