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 23.04.19, Peter Mendt

Es kommt nicht häufig vor, dass Jugendboote ein solches Alter erreichen. Die Jugendabteilung meinte zu Recht, dass dieses Jubiläum gewürdigt werden müsse, und zwar mit mehreren Veranstaltungen im Laufe des Jahres. Zum Auftakt am Sonnabend, 30. März, war ein Plakat angefertigt worden, auf dem der Ablauf des Tages angekündigt wurde.

Der Vorsitzende Stephan Lunau und der Jugendleiter Sven Becker richteten Begrüßungsworte an die Schar der Gekommenen. Danach bekam Peter Mendt als ehemaliger Kuttersegler, Kutterführer, Admiral, Jugendleiter von 1968 - 1971 und Bestmann das Wort und referierte über die Sechzigerjahre und wie es damals auf den Kuttern zuging.

Er berichtete über die damalige Jugendwanderkutter-Flotte der SVAOe (fünf Kutter), wovon zwei Neubauten 1959 und zwei Neubauten 1969 entstanden und ausgemusterte Schiffe ersetzten. Peter nannte Zahlen über damalige Mannschaftsstärken (12-20 Jugendliche), Altersstrukturen (Mannschaften 14-19 Jahre, Kutterführer 18-21 Jahre) und zitierte die damals geltende Satzung der SVAOe. Er berichtete über die Kutterabende (wöchentlich), die so genannte 6. Mannschaft als Ausbildungsmannschaft für Einsteiger, die Winterarbeit (jedes Wochenende). Es gab einen reinen Mädchen- und reine Jungenskutter. Gemischt wurde nicht gesegelt. Er erwähnte auch die damalige Kooperation mit der Kirchengemeinde Osdorf des Vereinsmitglieds Pastor Dieter Schelhorn. Es gab Pflichtveranstaltungen (An- und Absegeln, alle Regatten) und eine Kleiderordnung für Kuttersegler zu besonderen Anlässen (Takelbluse weiß oder blau, Jeans blau). Fahrtgebiete waren vom Vorstand im Sommer (Standard rund Fünen) vorgegeben. Kuttersportfeste gab es seit 1949 jährlich.

Peter sprach auch von den Problemthemen der damaligen Zeit und nicht zuletzt von seemännischen Fehlleistungen. Die Kenterungen, das waren im Wesentlichen die seemännischen Fehlleistungen, wurden damals vor dem so genannten Kutterausschuss verhandelt. Das führte zu entsprechenden Maßnahmen.

Ausführlich beschrieben wurden die gemeinsamen Aktivitäten auf den Sommertouren. Dazu gehörten Geländespiele, Kutter-Einhandsegeln, Training des Kutter-Kenterns und Wieder-Aufrichtens, Lagerfeuer, Wasserskifahren auf einem Bodenbrett hinter dem Kutter und festgeschriebene Elb- und Ostseetaufen aller Kuttersegler.

Auch über Aufsehen erregende Untaten der Kuttersegler wurde berichtet. Das waren z.B. grober Unfug oder auch die Verletzung vorgegebener Fahrtgebiete. So etwas kam ebenfalls vor den Kutterausschuss und wurde mit entsprechenden Konsequenzen geahndet.

Danach bekam Andreas Gustafsson, Jugendleiter von 1988 – 1994, die Gelegenheit, die Zeit nach den Sechzigern zu beleuchten. Er berichtete locker und launig über den zeitlichen Wandel all der von Peter Mendt genannten Punkte, der Veränderung der Fahrtgebiete, der seemännischen Fehlleistungen, auch des groben Unfugs etc. Sein Vortrag wurde ausgeschmückt mit schönen Dias vom Kuttersegeln, an die Leinwand geworfen mit einem Projektor. Das allein löste ein hörbares Staunen der Jugend aus.

Den Bogen zur heutigen Zeit spannte dann Sven Becker, Jugendleiter seit 2008. Er berichtete über den heute sehr guten Zustand der beiden Kutter, die einer werftseitigen Überholung 2014 und 2015 bei Wegener und 2018 bei Jensen unterzogen wurden. Er zeigte sich sehr zufrieden über die Aktivitäten seiner derzeitig nur einen Kutter-Mannschaft, die jetzt im Winter zwei Kutter aufarbeiten musste und dieses bewundernswert geleistet hat.

Dieser Sonnabendnachmittag war eine schöne die Start-Veranstaltung des Jubiläumsjahres der Jugendkutter „Neumühlen“ und „Teufelsbrück“.

Aber das soll ja noch nicht alles gewesen sein!

Sven Becker sagte demgemäß die weiteren Termine des Jubiläumsjahres an:

Hafenfest in der Anlage Alsterufer mit Wettpullen am Freitag dem 24. Mai um 19.30 Uhr.

Segeln um den „Kutter-Generations-Race-Pokal“ mit Start und Ziel im Hamburger Yachthafen und anschließender Feier in der Tonne 122, voraussichtlich im September. Näheres wird noch bekannt gegeben.

Aufmerksam machen möchte ich auch auf den Bericht im Nachrichtenblatt 03.19 über Geschichtliches zu den Jugendwanderkuttern und die Taufe 1969 der beiden Kutter „Neumühlen“ und „Teufelsbrück“.

 

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