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4.8.2020 Hartmut Pflughaupt

Gemäß den Bekanntmachungen für Seefahrer 88/20 des WSA Cuxhaven vom 3.8.2020 ist das Sperrgebiet Medemrinne aufgehoben worden.

In dem nachfolgenden Seekartenausschnitt des NV-Verlages haben wir die Änderungen markiert:

Grüne Markierungsnadeln Das Sperrgebiet wurde aufgehoben bzw. die Tonnen wurden eingezogen
Rore Markierungsnadel Endpunkte des Steindamms bzw. wieder ausgelegte Fahrwassertonne 46
Blaue Markierungsnadel Mögliche Durchfahrt durch den Steindamm mit ca. 150m Breite beidseitig der Position 53°51,64' N 008°53,06' E

 

Es muss im gesamten Bereich mit veränderten Wassertiefen gerechnet werden. Der Damm selbst hat eine Breite von ca. 80m, an den Enden jedoch von ca. 160m und ist nicht bezeichnet.

Das Gebiet sollte nur mit äußerster Vorsicht befahren werden. Eine gute Ortskenntnis sollte vorhanden sein.

 

 

Sperrgebiet Medemrinne 200803

Das Sperrgebiet im Bereich der Neufeldreede besteht weiterhin!

1.7.2020 Götz-Anders Nietsch

In den SVAOe-Nachrichten 3-2019 hatten wir über neu eingerichtete Sperrgebiete auf der Unterelbe berichtet. Besonders auffällig waren das Sperrgebiet vor dem Neufelder Watt und das in der südlichen Mündung der Medemrinne ins Hauptfahrwasser der Elbe. Im letzten Jahr wurden hier die Unterwasserablagerungsflächen für Baggergut vorbereitet und mit Steindämmen eingegrenzt. Nachdem das BVerwG am 4.6.2020 nach Zustimmung des EuGH zu den Planungsnachbesserungen die letzten Klagen der Umweltschutzverbände abgewiesen hatte, begannen unmittelbar darauf die Bagger mit Aushub und Ablagerung ihre Arbeit an der Fahrrinnenanpassung.Das hat, nicht nur wegen des erhöhten Verkehrs, auch für die Sportschifffahrt Bedeutung.

Die Bagger verbringen ihr abzuladendes Material mittels Einspülung über Schwimmrohrleitungen oder Düker in die Unterwasserablagerungsflächen. Dazu musste das Sperrgebiet vor dem Neufelder Watt nochmal erweitert werden. Die Reeden Neufeld-Ost und Neufeld-West wurden getrennt. Dazwischen wurde das vorhandene Sperrgebiet über eine Länge von etwa einer Dreiviertelseemeile bis ans Hauptfahrwasser zwischen den roten Fahrwassertonnen 52 und 54 herangeführt, südlich begrenzt durch zwei Süd-Kardinaltonnen, die schon im Fahrwasser liegen. Hier muss man rechtzeitig aufpassen. Wer bei Südwestwind von Brunsbüttel kommend elbab kreuzt, wird sich vernünftigerweise von der durchgehenden Schifffahrt nördlich freihalten, also den Raum bis zur Sperrgebietsgrenze ausnutzen. Südwärts kreuzend und in Höhe der roten Fahrwassertonne 54/Reede angekommen stellt man fest, dass es diese zurzeit nicht mehr gibt und stößt auf eine der Südkardinaltonnen schon im Fahrwasser, die eine Ecke der Ausbuchtung des Sperrgebiets markiert. Hier gilt es also herumzufahren. Wenn sich jetzt gerade ein auslaufendes Fahrzeug nähert, heißt es aufstoppen und warten, bis der Vorfahrtberechtigte vorbei ist. Wenn sich eine Schleuse entleert hatte, können mehrere Fahrzeuge dicht hintereinander kommen. Eine brenzlige Ecke, verstärkt durch den Ebbstrom, der einen in das Sperrgebiet setzt!

20 4 08 02 01 Sperrgebiete

Dasselbe passiert zwei Seemeilen weiter westlich noch einmal. Hier ist das Sperrgebiet Medemrinne bis zum Hauptfahrwasser erweitert jedoch über 1,5 Seemeilen Länge, wieder begrenzt durch zwei Süd-Kardinaltonnen. Der Segler kann also zweimal hintereinander in die Falle geraten.

20 4 08 02 02 Sperrgebiete

Wer jetzt meint, unter diesen Umständen besser an der Süd außerhalb des grünen Tonnenstrichs zu fahren, ist nicht besser dran. Es ist dort, zumindest bis zur Ostemündung, sehr eng und die Lotsen sehen es zu Recht nicht gern, wenn dort jemand dem einlaufenden Verkehr entgegen kommt.

Zum Glück ist die Saison 2020 kürzer als gewohnt und die Baggerarbeiten an den Sperrgebieten werden bis Jahresende abgeschlossen sein. Dann endet hoffentlich auch diese eklige Regelung.

(Quelle: BfS 63/20 und 35/20 des WSA Cuxhaven)

Seekartenmaterial mit freundlicher Genehmigung des NV-Verlages.

 

 

 

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