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28.9.2020 Hartmut Pflughaupt

Bekanntlich ist nichts so beständig wie Veränderungen. Es wurde wieder ein Sperrgebiet in der Medemrinne eingerichtet, das weniger gefährlich für die Sportschifffahrt ist als das vorherige (und dessen Seekartenausschnitt wir gelöscht haben, da passe`). Aber auch bei dem jetzigen Sperrgebiet gilt es aufzupassen.

Hier das Sperrgebiet Medemrinne Süd:

Medem September

Hier der Text der BfS.

Und hier das Sperrgebiet Neufeld-Reede:

20 4 08 02 01 Sperrgebiete

Die Bagger verbringen ihr abzuladendes Material mittels Einspülung über Schwimmrohrleitungen oder Düker in die Unterwasserablagerungsflächen. Dazu musste das Sperrgebiet vor dem Neufelder Watt nochmal erweitert werden. Die Reeden Neufeld-Ost und Neufeld-West wurden getrennt. Dazwischen wurde das vorhandene Sperrgebiet über eine Länge von etwa einer Dreiviertelseemeile bis ans Hauptfahrwasser zwischen den roten Fahrwassertonnen 52 und 54 herangeführt, südlich begrenzt durch zwei Süd-Kardinaltonnen, die schon im Fahrwasser liegen. Hier muss man rechtzeitig aufpassen. Wer bei Südwestwind von Brunsbüttel kommend elbab kreuzt, wird sich vernünftigerweise von der durchgehenden Schifffahrt nördlich freihalten, also den Raum bis zur Sperrgebietsgrenze ausnutzen. Südwärts kreuzend und in Höhe der roten Fahrwassertonne 54/Reede angekommen stellt man fest, dass es diese zurzeit nicht mehr gibt und stößt auf eine der Südkardinaltonnen schon im Fahrwasser, die eine Ecke der Ausbuchtung des Sperrgebiets markiert. Hier gilt es also herumzufahren. Wenn sich jetzt gerade ein auslaufendes Fahrzeug nähert, heißt es aufstoppen und warten, bis der Vorfahrtberechtigte vorbei ist. Wenn sich eine Schleuse entleert hatte, können mehrere Fahrzeuge dicht hintereinander kommen. Eine brenzlige Ecke, verstärkt durch den Ebbstrom, der einen in das Sperrgebiet setzt!

Der Segler kann also in die Falle geraten.

 Wer jetzt meint, unter diesen Umständen besser an der Süd außerhalb des grünen Tonnenstrichs zu fahren, ist nicht besser dran. Es ist dort, zumindest bis zur Ostemündung, sehr eng und die Lotsen sehen es zu Recht nicht gern, wenn dort jemand dem einlaufenden Verkehr entgegen kommt.

Zum Glück ist die Saison 2020 kürzer als gewohnt und die Baggerarbeiten an den Sperrgebieten werden bis Jahresende abgeschlossen sein. Dann endet hoffentlich auch diese eklige Regelung.

(Quelle: BfS 63/20 und 35/20 des WSA Cuxhaven)

Seekartenmaterial mit freundlicher Genehmigung des NV-Verlages.

 

 

 

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