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Nach einer recht ungemütlichen Nacht im Zelt (bei 7 Bft. ungeschützt zu zelten ist nicht zu empfehlen), ging es an die Vermessung. Unser Hamburger Team hatte keinerlei Probleme bei der Vermessung, und alle Boote konnten somit am nächsten Tag unverändert an den Start gehen. Trotzdem waren wir alle froh, dass wir den nervenaufreibenden Vermessungsvorgang hinter uns hatten. (Ja, meine Schleppleine ist länger als 14m und sie schwimmt auch in kleinen Badewannen.)  Noch ein Tipp an das Organisationsteam: Bei 36 Knoten Wind die Segel beim nächsten mal im Windschatten vermessen. Aufgrund des extrem starken Windes beschlossen wir, mit Rücksicht auf uns selbst und das Material, an diesem Tag nicht mehr zu segeln. Somit hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung.

Am nächsten Tag ging es dann endlich los. Um 10 Uhr sollte erster Start seien. Der Wind hatte etwas nachgelassen, sodass wir nun mit guten 25 Knoten Wind zu kämpfen hatten. Das Feld  zog sich in der ersten Wettfahrt aufgrund zahlreicher Kenterungen weit auseinander. Eine Kenterung auf dem Dümmersee ist nebenbei bemerkt  ein einmaliges Erlebnis. Man fällt in der Mitte des relativ großen Sees in das braune, trübe Wasser und steht bis zur Hüfte im Wasser. Nun kann man in aller Ruhe zu seinem Boot waten und dieses wieder aufrichten.

Aufgrund des Windes und einer herannahenden gewittrig aussehenden Front setzte die Wettfahrtleitung „Startverschiebung an Land“. Nach einer zweistündigen Pause an Land ging es wieder aufs Wasser. Seit Tagen ließ sich die Sonne mal wieder blicken, und der Wind war auf 12 Knoten abgeflaut. Es gab insgesamt noch zwei Wettfahrten an diesem Tag. Die erste Wettfahrt lief für alle recht glatt ab. In der zweiten Wettfahrt jedoch wurden ca. 20 Segler am Start mit der sogenannten „Black Flag“ des Feldes verwiesen. Ich gehörte dazu. Deutlich früher an Land konnte man die noch warmen Duschen genießen und sich eine „Pole Position“ am „After-Race-Buffet“ ergattern. Bei plötzlichem Sonnenschein und einem deutlich abgeflauten Wind spielten wir noch ein paar Runden Beachvolleyball, bevor es zum Abendbrot zum örtlichen Italiener ging.

Am zweiten Segeltag war für jeden der richtige Wind dabei. Volle Bandbreite von 2-5 Windstärken, wobei die 5 Windstärken aber überwogen. Es wurden über die Läufe hinweg wieder zahlreiche Black Flags verteilt, was vielleicht unter anderem auch an der kurz bemessenen Startlinie lag.  Nach 6 Stunden auf dem Wasser und insgesamt 4 anstrengenden Wettfahrten ging es wieder in den Hafen. Die Wettfahrtleitung sollte nächstes Mal allerdings berücksichtigen, dass es nicht so toll für die Segler ist, erst an Land anzukündigen, 2 Wettfahrten zu fahren, danach Pause an Land und 2 weitere Wettfahrten fahren zu wollen, und dann doch 4 am Stück zu fahren. Viele Segler hatten sich nur Essen und Trinken für 2 Wettfahrten eingepackt und mussten die letzten 3 Stunden ohne Verpflegung segeln.  Abends wurden noch, wie im SCD offensichtlich üblich, die schlechtesten oder die am längsten gekenterten Segler/innen geehrt. Sie bekamen Preise wie ein Fernglas, um dem Feld  in Zukunft noch hinterher sehen zu können. Welch netter Brauch…… Danach fand noch eine Party mit Mc Look statt, die aber von den erschöpften Seglern nicht wirklich zahlreich besucht wurde. Das Essen am Abend war aber sehr gut gelungen (Ich soll ja auch was Nettes sagen).

Am letzten Tag wurden bei 3-4 Bft noch 2 Wettfahrten gestartet,  wobei ich im ersten Lauf disqualifiziert wurde (ja, es hat Vorteile zu kringeln wenn man angeflaggt wird, weil man „angeblich“ gerockt hat, und Ja, man wird dann auch nicht das ganze nächste Rennen von der Jury verfolgt, ob man eine illegale Ruder- oder Körperbewegung ausführt).

Im letzten Rennen stieg die Anspannung bei den Seglern nochmal erheblich, weil viele ihre gesammelten black flags  noch irgendwie ausgleichen wollten. Ein Segler mit 3 bfd Wertungen war nicht unüblich. Ich hatte wie gesagt schwer mit der Jury zu tun, bis ich sie endlich auf dem letzten Schenkel loswurde.

Nach Verladen und Grundreinigen der Boote und Abbauen der Zelte ging es zur Siegerehrung ins Clubhaus. Was ich persönlich sehr gelungen fand war, dass jeder Teilnehmer einzeln aufgerufen wurde und ein Foto von sich erhielt. So wurden nicht nur immer die ersten drei aufgerufen. Ich dachte, meine letzte Wettfahrt wäre zu schlecht gewesen, aber zu meiner Überraschung wurde ich doch noch U17 Meister. Es gab mehrere Wertungen: Deutscher Jugendmeister und Jugendmeister U17.

Gesamtergebnis:

1.Sverre Reinke 

2. Mattijs van Hooreweghe(BEL)   

3. Lukas Bußkamp

U17:

1.Robbin van Hoye (BEL) 

2.Joachim D Hondt (BEL) 

3.Niklas Lange

Ergebnisse des Hamburger Teams:

6. Henrik Bey (SC-4)

22. Niklas Lange (SVAOe) (Deutscher U17 Meister nat.)

23. Ann-Kathrin Frank (SC-Rhe; SVAOe)

43. Mareike Bey (SC-4) (U17      17.)

44. Martin Langhorst (SC-Rhe)

Insgesamt war die IDJM eine  sehr gelungene Veranstaltung, wenn man bedenkt, dass auf dem Dümmer gesegelt wurde, der im Sommer fast immer Trinkwasserqualität aufweist.

 

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