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21.07.2017 Webredaktion

Nach 2008 und 2009 ging es in diesem Jahr wieder zur German Open nach Grömitz in der Lübecker Bucht. Der Grömitzer Segel Club bot uns bei unseren letzten Besuchen schon ein tolles Segelrevier, reibungsloses Kranen, komplettes Abendprogramm (Verpflegung, Getränke, Musik, Abendsonne) sowie kostenloses Campen mit Blick auf die Bucht. Klar, dass wir dort wieder hinwollten!


Es gestaltete sich dann doch unerwartet schwierig eine vollständige Crew auf die Beine zu stellen, da der Termin mit Klausurphasen, Sommerfesten und kurzfristigen Urlaubsvertretungsdiensten kollidierte.

Da wir dieses Event aber auf keinen Fall verpassen wollten, entschieden wir uns für laufende Crewwechsel, und so segelten wir am Freitag zu viert, am Samstag zu fünft, am Sonntag zu sechst und mit wechselnden Steuerfrauen.

Nach einem ausgedehnten Frühstück mit frischem Cappuccino in der Sonne fuhren wir am Freitag bei sehr mauem Wind raus und segelten nach einstündiger Startverschiebung ganz entspannt drei Wettfahrten in kurzer Hose und Shirt und viiiiel Sonnencreme. Mit den Platzierungen 7, 4 und 5 standen wir am Abend sogar auf dem 3. Platz von 21 Booten. Allerdings gab es einige Frühstarts, die würde das Ergebnis Einzelner nach dem Streicher noch begünstigen.

Am Abend gab es KV-Bier und Grillen im Segel Club mit allen Crews, anschließend heizte uns unser Stamm-Musiker der J24 Weihnachtsfeier ordentlich ein. Früh morgens fielen wir in die Zelte. Der Samstag startete ebenfalls mau und etwas später als geplant, da war sogar noch Zeit für einen zweiten Kaffee. Plötzlich setzte der Wind ein und wir konnten bei traumhaftem Wetter erneut drei Wettfahrten segeln. Die ersten beiden liefen gut, bei konstant rechts drehendem Wind war die Taktik einfach. Beim dritten Rennen ließ der Wind schon wieder nach doch wir kamen beim Start gut weg und nach ein paar Metern auf der Bahn waren wir erstes Boot. Der Wind drehte weiter und wir fuhren als Dritter um die Luvtonne. Die Wettfahrtleitung zeigte Charlie am Gate (Bahnänderung), dass muss unsere innenfahrende gegnerische Crew so verwirrt haben, dass sie nach passieren der Gatetonne nicht wieder hoch an den Wind ging, sondern mit schlagender Genua halbwinds vom Feld wegsegelte und uns in Lee mitnahm. Nach zweidrei Bootslängen hatten sie die Segel endlich im Griff und fuhren dann auch hoch, allerdings hatte dieses Manöver 5 Boote gekostet die uns in dieser Zeit am anderen Gatefass überholt hatten. Bei weiterhin schwachem, immer weiter rechtsdrehenden Wind schafften wir es nicht wieder auf die rechte Seite, und so verloren wir weitere Boote auf unserem Zickzackkurs durch die Mitte. So gut dieses Rennen angefangen hatte, so schlecht beendeten wir es mit einem 13. Platz als Streicher. Anschließend versuchte die Wettfahrtleitung einen weiteren Start, als jedoch der Wind bei 3 Minuten plötzlich um 100 Grad nach rechts schwenkte war klar, das wird nichts mehr. Der Start wurde abgebrochen und wir fuhren in den Hafen.

Im Segel Club gab es an diesem Abend riesige Lasagne Stücke und Prosecco in der Sonne, später wurde wieder mit der gesamten Klasse getanzt und lauthals mit dem Gitarrenspieler mitgesungen.


Sonntagmorgen, Szenenwechsel. Es ist grau, windig, ab und zu nieselt es auf den Milchschaum. Wir stellten das Rigg auf die neuen Bedingungen ein und fuhren, diesmal statt in kurzer Hose in voller Ölzeugmontur, hinaus auf die Bahn. Wir starteten bei etwa 14 Knoten Wind und waren fünftes Boot am Luvfass. Der Downwind ging sehr schnell, wir surften die schönen langen Wellen hinunter und fuhren am Ende als drittes Boot über die Ziellinie! Es folgten noch zwei weitere Rennen bei denen der Wind stetig zunahm. Auf der letzten Kreuz hatten wir sehr mit der Genua und den starken Böen zu kämpfen. Beim Spi setzen drückte uns der Wind einmal komplett auf die Seite, sodass wir das komplette Tuch wieder einsammeln und neu setzen mussten. Das kostete etwas Zeit, trotzdem kämpften wir uns noch als 10. Boot ins Ziel.
Beim anschließenden Kranen ging zum Glück alles reibungslos, der Regen hörte wieder auf und wir feierten unseren Deutschen Meister Peer Kock und Team! Wir selbst landeten auf dem 8. Platz von 21 Booten, mit allen Einzelplatzierungen in der ersten Hälfte. Unsere Crewwechsel haben toll funktioniert, wir waren trotz wechselnder Positionen hochkonzentriert und haben uns schnell auf neue Handgriffe und Bewegungsabläufe eingestellt. Sollte also in Zukunft mal einer oder sogar zwei ausfallen, bei Leichtwind kein Problem, können wir jetzt!

Am 27. und 28. August findet die Hamburger Meisterschaft auf der Alster statt. Kommt gern vorbei und besucht uns im HSC!


Bis dahin, eure Juelssander

 

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