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15.10.2012, Götz-Anders Nietsch

Die Tide war günstig. Sonnabend Nachmittag Start in Wedel, Sonntag Vormittag Rückreise ab Glückstadt, also ein kurzes Wochenende ohne Zeitnot oder gar Langeweile im Hafen. Das nutzten immerhin 17 Yachten zur Teilnahme, und zwar: Ballerina 2 (Beilken), Bonito (Glimm), Circle (Raschdorf), Goodwind (Pätzel), Havkarlen (Stryi), Mumme (Fleischhauer), Niobe (Riecken), Otium (Nietsch), Pax (Stryi), Penguin Cafe‘ (Müntzel), Philomena (Schütt), Philou (Dahm), Poxy (Heuer), Svea (Treu), Swift (Gustafsson), Tamam (Zösch), Tentakel (Müller).

 Aber auch das Wetter war günstig. Darüber zu klagen, schon gar im Oktober, kann zur Gewohnheit werden. Manche ziehen es vor, ihr Schiff schon im September aus dem Wasser zu nehmen. Alles falsch. Auch der Herbst hat schöne Tage, man muss sie nur erwischen. Das ist dem Festausschuss gelungen. Bei leichtem Wind aus Süd war das Segeln am Sonnabend nach Glückstadt ein Genuss, der Ambitionierte zum Ziehen bunter Tücher reizte. Bei der Rückfahrt am Sonntag blieb die Windrichtung gleich, da es jedoch höher ran ging, wurde das Segeln sportlicher, zumal einige Böen dazwischen fuhren. Alles in allem aber Vollzeugwetter. Schöner kann man ein Oktoberwochenende nicht haben. Alle Teilnehmer wurden belohnt. Jeder füllte sein Fässchen mit Segelgenuss bis zum Rand voll, um im Winter davon zu zehren. Auch die Segel blieben trocken, was vor der Einlagerung nicht unwichtig ist.

Ach ja, beinahe blieb die eigentliche Feier des Absegelns unerwähnt. Sie läuft auch immer gleich ab. Die „Alte Oper“, von der wir wissen, dass sie vornehmlich eine Trinkstätte mit angeschlossener Bowlingbahn ist, lud zum Werfen schwerer Kugeln und zum heiteren Gespräch an Bar und Tischen. Da kennen sich Segler besonders gut aus, und so wurde es ein launiger und langer Abend. Der Vorsitzende war mit seiner Frau erschienen, nicht um Reden zu halten, sondern um reihum mit allen zu klönen. Es herrschte überall gute Stimmung.

Leider war diesmal die Jugend schwach vertreten. Keins ihrer Boote hatte den Weg nach Glückstadt gefunden. Das hatte allerdings Gründe. An selbigem Wochenende hatte Berlin die J24-Flotte zum Senatspreis gerufen, und alle vier Boote der SVAOe waren hingeeilt. Ihr Erfolg, man wird die Ergebnisse an anderer Stelle lesen, war großartig. Und die Kutter und das Juniorenboot „Scharhörn“? Sie waren, einem günstig angebotenen Krantermin folgend, bereits an Land.

Damit wäre genug Bericht erstattet, wenn nicht ein Ereignis beim Aufbruch aus dem Glückstädter Hafen zur allgemeinen Erheiterung beigetragen hätte und also hier erwähnt werden soll. Einer der Teilnehmer meinte, eine Verholleine ausbringen zu müssen, um seinem Boot wegen Wind- und Schraubenwirkung zur richtigen Richtung zu verhelfen. Er verpasste der Wurfleine aber einen solchen Schwung, dass er selber dabei ins Wasser flog. Natürlich ging die Leine dann auch daneben. Beim Fallen gab sein Fuß der Badeleiter am Heck ungewollt einen Stoß, so dass sie umklappte und für das An-Bord-Klettern gleich parat war. Der Verunfallte konnte sich selber bergen, als wenn es eine Übung gewesen wäre. Mit großem Aufwand war nichts erreicht außer Gelächter. Allerdings beurteilten Augenzeugen den Sturz als „elegant“. Wer war’s? Man darf es sagen. Es war der Berichterstatter selber.

 

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