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Andreas Völker, 22.Februar 2011

Herzlich willkommen zur Jahreshauptversammlung, zu der form- und fristgerecht einberufen wurde und die beschlussfähig ist. Vorweg eine Bitte: eine Jahreshauptversammlung lebt nun einmal von den Wortbeiträgen. Da wirkt es doch eher störend, wenn ab und an kurze musikalische Darbietungen zu hören sind. Meine Bitte also: schalten Sie die Handys aus, sofern noch nicht geschehen. Vielen Dank.

Vor dem Eintritt in die Tagesordnung wollen wir unserer verstorbenen Mitglieder gedenken:

2010 sind verstorben

Kurt Hauschildt

17.03.2010

Alter 75 Jahre

Mitgl seit 1938

Albrecht Hoffmann

27.03.2010

Alter 75 Jahre

Mitgl seit 1959

Friedrich Goebel

Peter Knüppel

10.04.2010

26.05.2010

Alter 67 Jahre

Alter 61 Jahre

Mitgl seit 1981

Mitgl seit 1996

Georg Oestereich

01.08.2010

Alter 92 Jahre

Mitgli seit 1936

Klaus Buchheit

29.12.2010

Alter 72 Jahre

Mitgl seit 1994

Ich danke Ihnen.

Lassen Sie mich zu Beginn auf unsere Mitgliederstatistik blicken, die Sie mit der Einladung zu dieser Versammlung erhalten haben. Unschwer ist zu erkennen, dass wir die Mitgliederzahl konstant halten konnten. Dass dies nicht selbstverständlich ist, wissen alle, die sich in den einschlägigen Fachzeitschriften mit dem Thema beschäftigt haben. Nur wenigen Segelvereinen in Deutschland gelingt es in dieser Zeit, dem Mitgliederschwund – sei es aus Alters-, beruflichen oder aus familiären Gründen – durch erfolgreiche Nachwuchsarbeit entgegen zu wirken. Dank unserer attraktiven Ausbildungsangebote in den Bereichen Nachwuchsförderung und neuerdings im Erwachsenen-Segeln sind wir auf einem guten Wege, auch weiterhin zu den mitgliederstärksten Segel-Vereinen zu zählen.

Was hat sich im letzten Jahr im Club getan? Wie üblich, finden Sie die Berichte unserer Sparten-Obleute in der Ihnen vorliegenden Einladung. Daher möchte ich Ihnen Wiederholungen ersparen. Natürlich gab es darüber hinaus so manches, womit sich der Vorstand zu beschäftigen hatte – darüber möchte ich Ihnen berichten.

Sekretariat Neubesetzung Seit einem 3⁄4 Jahr wird unser Clubsekretariat von Sabine (Jule) Lyssewski geführt. Nach einer 2-monatigen Einarbeitungszeit trat sie im Juli die Nachfolge von Maren Mueller- Haagen an. Ein altes Sprichwort sagt: Arbeit bringt – in größter Zahl, wenn sie auftritt – Müh’ und Qual. (Sollte ich bei gelegentlichen Zitaten vergessen, die Quelle zu nennen, bitte ich um Nachsicht, im Übrigen befinde ich mich in guter Gesellschaft – das nur am Rande).
Ich hoffe also nicht, Jule, dass du bei deiner Arbeit Müh’ und Qual empfindest. Deine Tätigkeiten treten tatsächlich in größter Zahl auf: die Verwaltung von knapp 900 Mitgliedern macht sich nicht mal so eben mit Links, dazu die Organisation des Clubhauses mit seinen zahlreichen Veranstaltungen und Vermietungen, die Zuarbeit für Vorstand, Trainer und die vielen, vielen Gespräche mit unseren Mitgliedern per Telefon und hier vor Ort. Alles das in 4 halben Tagen zu bewerkstelligen – das ist schon eine Herausforderung. Eine Herausforderung, der du dich immer mit Pflichtbewusstsein und Fröhlichkeit stellst. Dafür meine Anerkennung und ein herzlicher Dank und ich sage dies auch im Namen des Vorstandes und sicherlich aller unserer Mitglieder. Weiter so, Jule!

Freiwilliges Soziales Jahr Im vergangenen Jahr haben wir erstmalig den Versuch gestartet, die vielfältigen Aufgaben mit der Unterstützung eines Jugendlichen zu bewältigen, der bei uns ein Freiwilliges Soziales Jahr, kurz FSJ genannt, ableistet. Es gelang uns, für diese Tätigkeit Jonas Lyssewski zu gewinnen, der von klein auf über Mutter und Vater im Club integriert war, alle Bereiche unserer Jugendarbeit aus eigener Anschauung und Erfahrung kennenlernte und somit die besten Voraussetzungen für die Position des FSJlers mitbrachte. Jetzt, wenige Monate vor Ablauf seiner Einsatzzeit können wir sagen: der Versuch war ein voller Erfolg! Alle Beteiligten können sich ihre Arbeit, sei es in den Ausbildungsbereichen, bei der Organisation von Training und Trainingslagern, Regatten oder auch in der Geschäftsstelle kaum noch ohne diese Unterstützung vorstellen. In ihrer aller Namen möchte ich Dir, Jonas, für deinen Einsatz herzlich danken und hoffe, Du hast Deine Entscheidung für das FSJ nicht bereut. Somit planen wir auch für den FSJ-Jahrgang 2011/2012 wiederum mit einem FSJler. Zur Erinnerung: Das Freiwillige Soziale Jahr beruhte u.a. darauf, dass viele anerkannte Kriegsdienstverweigerer ein FSJ im Sport anstelle des verpflichtenden Zivildienstes abgeleisten. Nunmehr, nach Wegfall der Wehrpflicht, haben sich die Voraussetzungen für das FSJ wesentlich geändert. Jetzt entscheiden sich interessierte junge Menschen völlig freiwillig für einen der verschiedenen Dienste. Wenn wir also weiterhin einen FSJler einsetzen wollen, ist es unsere gemeinsame Aufgabe, verstärkt für das FSJ im Sport zu werben, damit wir hinreichend viele engagierte und qualifizierte Bewerbungen erhalten. Ich appelliere also an Sie alle: machen Sie in Ihrem persönlichen Umfeld Werbung für diese interessante und abwechslungsreiche Aufgabe in der SVAOe. Gerade vor dem Eintritt in das Studium oder ins Berufsleben erwerben Jugendliche durch das FSJ Erfahrungen, die nicht etwa verloren sind, sondern im Gegenteil in hohem Maße persönlichkeitsbildend sind und sich in der Vita eines jungen Menschen bei der Berufswahl sehr gut lesen. Brechen Sie also eine Lanze für das FSJ in der SVAOe!

Arbeiten am Clubhaus Museen sollte man nicht danach beurteilen, sagt man, wie sie von außen aussehen, sondern danach, welche Schätze sie bergen. Ein Museum ist unser Clubhaus gewiss nicht, dennoch könnte der Satz auch auf dieses Haus übertragen werden. Denn es birgt nicht nur die Schätze aus über 100 Jahren Vereinshistorie. Einen wenn nicht größeren Schatz stellt unser Vereinsleben dar, das sich hier abspielt. Trotzdem, das Äußere sollte dem Inneren entsprechen. Wer also genau

hinsieht, dem fällt auf, wo in den 10 Jahren seit der Einweihung der Zahn der Zeit nagte. Besonders auffällig sind die Verwitterungsspuren an den Außenfenstern und der schlechte Zustand der Ostwand des Hauses, der maßgeblich für die Feuchtigkeit der Innenwand unten im Erdgeschoss verantwortlich ist. Auch die Außenbeleuchtung ist fast völlig ausgefallen. Alles dies werden wir in Kürze, wenn es die Wetterlage erlaubt, wieder in einen angemessenen Zustand versetzen. Die Gelder für derartige Maßnahmen stehen uns aus dem Hafen- und Hausbaufond zur Verfügung, in den Sie, unsere Mitglieder, seit Jahren einzahlen. Freuen Sie sich also auf ein verschönertes Äußeres im Frühjahr.

Neue Boote Immer wieder haben wir im abgelaufenen Jahr darüber berichtet; auf Mitgliederversammlungen, im Nachrichtenblatt, auf unserer Homepage und ich sprach es auch zu Beginn bereits an: Die Nachwuchsarbeit war im abgelaufenen Jahr und ist sicherlich auch zukünftig Schwerpunkt der Vorstandsarbeit, der Trainer und aller freiwilligen Helfer. Ich bin sehr froh darüber, dass im Mitgliederkreis unserer SVAOe über Sinn und Bedeutung dieser Arbeit, die zweifellos viel Geld kostet, nicht erst diskutiert werden muss. Damit aber diese Arbeit auch effektiv durchgeführt werden kann, benötigen wir geeignetes Bootsmaterial. Neben den zahlreichen Optis, den 420ern und anderen Jollen, die uns am Alsterufer für die Ausbildung zur Verfügung stehen, betreiben wir dort auch zwei Piraten, die allerdings in die Jahre gekommen sind und übermäßig viel Zeit für Reparaturen und Pflege in Anspruch nehmen. Beide werden in diesem Jahr ersetzt durch zwei Kieljollen vom Typ C55, die den Anforderungen an zeitgemäße Ausbildung von Jugendlichen und auch erwachsenen Einsteigern bestens entsprechen. Manch einer von Ihnen war dabei, als wir die erste der beiden anlässlich der Tannenbaum- Regatta im Dezember auf den Namen „Fontenay“ tauften. Die zweite, eine gebrauchte C55, konnten wir im Januar erwerben. Sie wird am 6. Mai, am Abend vor unserer Opti-Regatta, der Optimale, im Rahmen unseres Sommerfestes, eines zünftigen Grillfestes an der Alster getauft werden. Kommen Sie zahlreich, sicherlich gibt es auch die Gelegenheit zu einem Probeschlag auf unseren neuen Booten.

Jugend Die Nachwuchsarbeit ist, wie gesagt, vorbildlich in der SVAOe. Das belegen nicht nur die regelmäßigen Auszeichnungen des DSV, sondern auch die guten Regattaergebnisse unserer Jugendlichen in den unterschiedlichsten Bootsklassen. Allein unsere Kutter haben uns in den letzten Jahren Sorgen bereitet. Zwar wurde die „Teufelsbrück“ die Saison über mit fester Mannschaft auf Elbe und Ostsee gesegelt, es war aber schwierig, für die „Neumühlen“ Kutterführer und Mannschaft zu finden. Umso erfreulicher ist es, dass unsere Kuttersegler in ihrem Freundeskreis und schulischem Umfeld mit Erfolg selbst die Trommel rühren. Somit können wir nach Aussage unseres Jugendleiters Sven Becker damit rechnen, dass in diesem Jahr beide Kutter besetzt werden können und in Fahrt kommen.

Mitgliederumfrage Sie werden sich erinnern: im Frühjahr 2010 haben wir Ihnen eine Mitgliederumfrage zugesandt. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus engagierten, im Clubleben der SVAOe erfahrenen Mitgliedern hat diese Umfrage erarbeitet. Hinter dieser Umfrage stand die

Hoffnung, auch etwas mehr darüber zu erfahren, was die schweigende Mehrheit unserer Mitglieder über die Aktivitäten des Vereins denkt und welche Erwartungen sie an einen Verein in dieser Zeit stellen. Es überrascht vielleicht nicht, dass sich, trotz einer Nachfass- Aktion, gerade einmal 12% unserer Mitglieder an der Umfrage beteiligt haben. „Wutbürger“ gibt es augenscheinlich – glücklicherweise in der SVAOe nicht. Bedauerlich ist allenfalls, dass sich im Wesentlichen eben nur die beteiligt haben, die ohnehin mehr oder weniger regelmäßig am Clubleben teilnehmen und dass die Meinungsäußerungen der nachwachsenden Generation der 20-40-Jährigen eher unterrepräsentiert waren. Oder ist es vielleicht nur so, dass die große Mehrzahl unserer Mitglieder schlicht und einfach mit dem, was Ehrenamtliche innerhalb der SVAOe leisten, zufrieden sind ?

Die Arbeitsgruppe hat ihre Aufgabe ernst genommen und alle Fragebögen analysiert. Das Ergebnis wird sie dem Vorstand auf einer der nächsten Sitzungen präsentieren und zur Beratung vorlegen. Wir können gespannt sein, welche Ideen zur weiteren Intensivierung des Clublebens entstanden sind. Natürlich werden wir Sie darüber - voraussichtlich auf der Mitgliederversammlung am 19. April informieren.

Für mich geht mit dieser Versammlung die erste Wahlperiode als Vorsitzender zu Ende und damit eine Zeit reich an neuen, interessanten Erfahrungen und nicht zuletzt am Kennenlernen immer neuer Gesichter in der SVAOe und in anderen, mit uns verbundenen Vereinen und in den Verbänden. Das alles empfinde ich als überaus bereichernd Ich kann jedoch nicht leugnen, dass die Arbeit für die SVAOe in diesen zwei Jahren auch für mich einen nicht unbeträchtlichen Zeitaufwand bedeutete. Und es bedeutete auch, dass private Vorhaben sich oft genug nach dem Zeitplan der SVAOe-Aktivitäten richteten. Dass meine Frau alles dies ohne größeres Klagen mitgetragen hat, dafür möchte ich dir, Katharina herzlich danken!

Zum Schluss gilt mein Dank den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand, den Obleuten und Beiräten und dem Ältestenrat. Ohne ihre kompetente Unterstützung und Erfahrung ist die Führung eines Vereins wie der SVAOe nicht denkbar. Vielen Dank, ihr habt mir die Arbeit sehr leicht gemacht!

Heute Abend stellt sich der Vorstand der Neuwahl. Wenn es auch heißt: Selbst der beste Wind kann's nicht allen Schiffen recht machen, so hoffe ich doch, dass Sie uns wiederum Ihr Vertrauen schenken. Ich wünsche uns allen einen interessanten und harmonischen Verlauf der Jahreshauptversammlung. 

 

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