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Webredaktion 19.06.2015



Die J24 Europameisterschaft in Le Crouesty an der französischen Atlantikküste


Die Anreise


Nach 18 Stunden Fahrt sind wir am Samstag im sonnigen, warmen Le Crouesty angekommen. Schnell haben wir das Boot durch die Vermessung gebracht und in’s Wasser gekrant. Danach ging es zum Strand und ehe wir uns versehen konnten, waren wir im Atlantik baden. Den Abend haben wir gemütlich mit einen Apparative ausklingen lassen.


Am Sonntag, nach einem sehr leckeren Frühstück, legten wir zwei Segeleinheiten ein, um das Revier zu erkunden und mit anderen Mitstreitern an zu gleichen. Abends wurde die Europa Meisterschaft bei einem Buffet und französischen Wein eröffnet


Tag 1


Start der Europa Meisterschaft! Heute wurde um 10 Uhr das Practice Race auf dem Wasser angeschossen. Mit einem guten Start und einer schnellen Kreuz haben wir uns gut im vorderen Feld gehalten. Das war leider nur die Generalprobe. Danach sind wir drei Rennen bei starkem, konstanten Wind gesegelt. Mit zwei recht guten Platzierungen sind wir soweit zufrieden. Luft nach oben ist auf jeden Fall noch! Jetzt gehen wir zur Abendverstaltung, wo wir mit einem Schiff raus fahren werden, um den Sun Downer live und in Farbe bei einem Cocktail mit zu erleben.


Tag 2


Neptun schickte uns auch heute viel Wind mit bis zu 28kn in der Spitze und Sonnenschein. Pünktlich um 10h wurde das erste Rennen gestartet. Leider ist uns auf der zweiten Kreuz der Schäkel vom Fockfall geplatzt, sodass wir die Wettfahrt aufgeben mussten. Die zweite Wettfahrt verlief leider auch nicht so glücklich. In der letzten Wettfahrt hatten wir einen guten Start mit freiem Wind und wir fuhren höher als alle um uns herum. Trotz der guten Höhe wurden wir durch die starken Böen so auf die Seite gedrückt, dass wir mehr seitlich als vorwärts fuhren. Jetzt wird erst mal repariert, dann gebadet und später gibt es “Vin et fromage” im Regattazelt.


Tag 3


Mit einer Startverschiebung starteten wir in den Tag! Der Grund dafür war eine Sturmwarnung vom französischen Wetterdienst. Nach langem Warten wurde um 16 Uhr endlich bekannt gegeben, dass wir noch eine Wettfahrt gesegelt werden würde. Bis dahin verbrachten wir die Zeit mit Reparaturen, einem Spaziergang an der felsigen Küste und einem Power-Nap. Zunächst sah es so aus als hätte der Wind abgenommen. Doch dem war nicht so! Mit der Tinto testeten wir die Kreuzseiten und waren so gut vorbereitet für das Rennen. Nachdem Start drehte der Wind leider nach rechts und wir erwischten die falsche Seite. Auf den Down-Wind Kursen arbeiteten wir uns immer wieder ein paar Plätze nach vorne, doch letztlich blieb unser Ergebnis verbesserungswürdig. Der Abend endete in netter Runde bei einem leckeren Abendessen bei der Henk.


Tag 4


Anders als die letzten Tage war es heute Morgen bewölkt und kaum ein Wind hauch zu spüren. Scheinbar hatte der Wind sich in den letzten Tagen leer gepustet. Wir machten unser Boot Abfahrt bereit und fuhren raus zum Segel Revier. Wenig Welle und schwacher Wind erwartete uns auf dem Wasser. Wir segelten uns ein und verglichen unseren Speed und Höhe mit den anderen Booten – es sah sehr gut aus! Der erste Startschuss fiel pünktlich um 10 Uhr mit der Black Flag. Doch der Wind drehte immer mehr – die Startverschiebungsflagge wurde gesetzt. Leider flaute der Wind immer weiter ab, sodass um 13:30 Uhr das Warten auf dem Wasser ein Ende. Heute Abend freuen wir uns auf ein Abschluss-Dinner, Siegerehrung und Abschlussfeierei!


Die EM 2015 geht zu Ende…

…mit den USA ganz oben auf dem Treppchen! Wir gratulieren Mike Ingham und seinem schwedisch-amerikanischem Team. Gefolgt werden sie in der Wertung vom Europameister Kent Duncan und Crew aus Großbritannien. Vieze-Europameister wird die JJOne mit Daniel Frost am Steuer und auf dem dritten Platz landet Frank Schönfeld mit seiner Henk Crew. Die Mannschaft der Süllberg vom BSC verpasste knapp das Treppchen auf dem 4. Platz der europäischen Wertung, sorgte aber mit für ein sehr starkes deutsches Feld an der Spitze der Flotte. Auch die SVAOe Schiffe schnitten gut ab in der Gesammtwertung mit einem 7. Platz des Hungrigen Wolf, dem 11. Platz für Tinto und dem 13. Platz für die Luv. Wir wurden als Europameisterinnen bejubelt, landeten aber in der Gesammtwertung auf dem 22. Platz.

 

Uns hat das die EM 2015 großen Spaß gemacht. Trotz der stürmischen Bedingungen gab es bei uns keinen größeren Schaden und keine Verletzte. Es war eine sehr schöne Veranstaltung – unser großes Lob an unsere französischen Gastgeber!

 


Der Heimweg

Nach einem schönen Ausklang der EM am Donnerstagabend mit einem Dinner und einiger Feierei, hatten wir am Freitag noch einen Urlaubstag bevor wir wieder nach Hause aufbrechen mussten. Wir nutzten die Gelegenheit und fuhren in die französische Hochburg des Hochseesegels Loriont. Dort machten gerade die Volvo Ocean Racer halt nach ihrem vorletzten Leg der Weltumsegelung! Am Abend trafen wir uns mit der Tinto und dem Hungrigen Wolf in Vannes um noch einmal die französische Küche zu genießen! Es war sehr lecker! Am nächsten morgen brachen wir am Vormittag auf in Richtung Hamburg. Unterwegs machten wir noch Halt in Mont Saint Michel, wo wir nacheinander alle 3 anderen SVAOe Crews trafen zwischen all den Touristen.

Die Fahrt ging weiter durch die Nacht und durch Köln und endete am Sonntag morgen um neun. Wir freuen uns nun auf unsere nächste Regatta die Deutsche Meisterschaft in Travelmünde im Juli!


Hier ist die Ergebnisse J24 EM 2015


Bis gleich! Eure Juelssand Crew

 

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