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Nautische Informationen

Verkehrspartner auf der ElbeUnter dieser Überschrift sammeln wir aktuelle Nachrichten und Meldungen über alles, was zum Führen von Sportbooten wichtig ist. Das sind sowohl Dinge, die die Obrigkeit uns angedeihen lässt, als auch Nachrichten aus dem DSV oder von Mitgliedern, die unterwegs Interessantes aufgepickt haben. Sehen Sie hier immer mal nach, was es Neues gibt. Es kann nicht schaden.

Auch auf der Ostsee gibt es Sonderrechte. Sie bleibt das Klo der 300 Kreuzfahrtschiffe, die dort jährlich unterwegs sind. Der Dachverband der Kreuzfahrtreeder (CLIA) hat nach Angaben des World Fund for Nature (WWF) eine Selbstverpflichtung zur Reinhaltung des Binnenmeers abgelehnt. Damit dürfen auch weiterhin die meisten dieser 300 Kreuzfahrtschiffe ihre Klospülungen und Abwässer ungeklärt in die Ostsee einleiten. Man rechnet pro Jahr mit bis zu 100 Millionen Klospülungen und 1,6 Milliarden Litern Schmutzwasser. Am Kreuzfahrtterminal in Kiel hat 2007 keins der 114 anlegenden Schiffe von den dortigen  Entsorgungsmöglichkeiten Gebrauch gemacht. Bisher werden nur bei drei von 20 Kreuzfahrt-Gesellschaften die Abwässer an Bord oder im Hafen geklärt (AIDA-Cruises, Deilmann und Hurtigrute).

(Quelle: Hamburger Abendblatt vom 9. Juli 2008)

Die Sache mit dem "Kartendatum", von Jürgen-Christian Schaper

Als ich im vergangenen Jahr mit einem sehr erfahrenen Schiffer segelte und ihn im Hinblick auf die GPS-Navigation und das an Bord vorhandenen Kartenmaterial nach dem "Datum" des Geräts bzw. der Karten fragt, bekam ich nur die verdrossene Antwort: "Die Karten sind alle neu." Das hatte ich gar nicht bestritten - allerdings auch nicht gemeint. Meine Frage bezog sich vielmehr auf die Angaben des geographischen Bezugssystem des Gerätes wie der Karten.

Radarreflektoren – Regeln und Realität, von Götz-Anders Nietsch

Seit über 40 Jahren gehören Radarreflektoren auf Sportbooten zum Kenntnisstand der Wassersportler über Sicherheitsausrüstung. Es hat diverse Berichte, Versuche und Seeunfall-Untersuchungen gegeben mit entsprechenden Empfehlungen. Über die Bedeutung des „Gesehenwerdens“ dürfte es keine Zweifel mehr geben, insbesondere bei dem zunehmend schnelleren und dichteren Verkehr, der auch bei Nebel nicht nachlässt. Daher ist es sicher angebracht, den eigenen Ausrüstungszustand einmal wieder zu überprüfen. Als erstes stellen sich die Fragen: Was wird vorgeschrieben oder empfohlen? Was bietet der Handel an? Und schon geht die Unsicherheit los.

Mit der zunehmenden Zahl der in Nord- und Ostsee errichteten Windparks (OWP) stellt sich die Frage nach deren Befahrbarkeit durch Klein- und Sportfahrzeuge. In einem Gespräch zwischen der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest (WSD NW) und dem Deutschen Segler-Verband (DSV) wurde deren grundsätzliche Befahrbarkeit entsprechend § 7 Abs. 2 und 3 VO KVR bestätigt. Die WSD NW zeigte Verständnis für die Position des DSV, der die Aufhebung des generellen Befahrverbotes von OWP für Fahrzeuge unter 24 Meter Rumpflänge nach Abschluss der Bauphase fordert. Die WSD NW zeigt Verständnis für den Standpunkt des DSV, wird aber im Anschluss an die Bauphase des OWP „Alpha Ventus“ noch in einer Erprobungsphase Erkenntnisse gewinnen, um die Bedingungen für eine Befahrbarkeit der OWP-Fläche durch die Kleinschifffahrt festlegen zu können.(Quelle: http://www.dsv.org/)

Neueres siehe auch hier

 

 

Die Notrufnummer 124 124 der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger führt nicht bei allen Mobilfunkprovidern zuverlässig zu einer Verbindung zu den Seenotrettern. Die Kreuzer-Abteilung des DSV empfiehlt deshalb, im Mobiltelefon folgende Telefonnummern der Seenotleitung zu speichern: +49 421 53 68 70. Es wird darauf hingewiesen, dass der Mobilfunk im Notfall kein Ersatz für den UKW-Seefunk ist! Zu groß sind auf See die Funklöcher der Provider.

Weitere Hinweise gibt die Meldung: „Der sichere Draht zu den Seenotrettern“ auf http://www.kreuzer-abteilung.org/.

(Quelle: Mitt. Des DSV V/2008)

Unglaublich, aber wahr! Aus einem Bericht der Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen":

Vor der holländischen Küste geraten wir während eines Spinnaker-Manövers so weit in das Verkehrstrennungsgebiet, dass eine Umkehr mit Spi zu umständlich erscheint und die Weiterfahrt beschlossen wird.

Europa Signum 

Unter diesem Titel hat die Bundespolizei zusammen mit den Wasserschutzpolizeien Hamburg und Bremen eine Broschüre herausgegeben, die uns Segler (im Amtsdeutsch fallen wir unter den Begriff "Vergnügungsschifffahrt") alle angeht. Sie ist erhältlich über www.bundespolizeiamt-see.de 

Wie der DSV mitteilt, besteht ab sofort eine Ausnahme von dem so genannten Verwendungs- und Verbringungsverbot, wenn die Verwendung von gekennzeichneten Energieerzeugnissen (grün gefärbt in Norwegen und Irland; rot gefärbt in Großbritannien und Malta plus des nicht sichtbaren Markierstoffes Solvent Yellow 124) in privat genutzten Wasserfahrzeugen im Land der Betankung erlaubt ist und wenn sie im Hauptbehälter und/oder Reservebehältern bis 20 Liter (Mitgliedstaaten) bzw. 30 Liter (Drittländer) nach Deutschland verbracht werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Kraftstoffe im Ausland versteuert oder unversteuert bezogen wurden. Mit dieser Ausnahmeregelung entfällt die seit dem 1. Mai 2007 bestehende Pflicht zur Deklarierung eingefärbter Restmengen in Tanks bei Einreise in Deutschland.

Bei einer Kontrolle durch die Zollbehörden ist als Nachweis, dass das Wasserfahrzeug im Ausland mit gefärbtem Kraftstoff betankt wurde, grundsätzlich die Tankquittung vorzulegen.

(Quelle: DSV 04.08.2008, http://www.dsv.org/)

Von Götz-Anders Nietsch: Natürlich war es seit 1993 noch nie richtig schwierig, nach Polen oder ins Baltikum zu segeln. Aber es machte einige Unannehmlichkeiten. Einklarieren, Crewlisten, bewachte Häfen, Ausklarieren, peinliche Fragen nach Feuerwaffen u.s.w. Das gehört seit 2008 der Vergangenheit an. Diese Länder gehören seit dem 21.12.2007 dem Schengenabkommen als Vollmitglieder an. Und sie verhalten sich wie die anderen an der Ostsee gelegenen Mitglieder, also Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland: Einreise und Ausreise in jedem beliebigen Hafen ohne Formalitäten. Natürlich muss man die üblichen Reisedokumente dabei haben: Personalausweis, internationaler Bootsschein, Europäischer Feuerwaffenpass für die Signalpistole. Aber es fragt keiner danach. Es sei denn, man unterliegt einer der gelegentlichen, stichprobenartigen Kontrollen.

 

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